9 effektive Wege zur Optimierung des Grafikdesign-Prozesses

Einen soliden Grafikdesign-Prozess zu haben, wird Ihnen dabei helfen, bessere Designs zu erstellen. Einmal etabliert, müssen Sie nicht jedes Mal, wenn Sie an einem neuen Projekt arbeiten, über die nächsten Schritte nachdenken. Folgen Sie einfach Ihrem Workflow. Dann können Sie sich auf den wichtigsten Aspekt ihrer Arbeit konzentrieren: das Grafikdesign.

Obwohl der Grafikdesign-Prozess relativ standardisiert ist, gibt es Möglichkeiten, den Arbeitsablauf zu verbessern. Wir haben eine Liste mit neun Schritten zur Optimierung des Designprozesses zusammengestellt, plus ein Tipp für jeden Schritt des Grafikdesign-Workflows. Doch bevor wir Ihnen zeigen wie Sie ihren Prozess optimieren können, werfen wir zunächst einen Blick auf die verschiedenen Stufen des Grafikdesign-Prozesses. 

Was ist ein kreativer Designprozess im Grafikdesign?

Der Grafikdesign-Prozess beschreibt die verschiedenen Phasen eines Designprojekts. Er lässt sich in vier Teilprozesse untergliedern (Definition, Erstellung, Feedback und Übergabe) und besteht aus neun Einzelschritten. Dieser Ansatz kann für fast jedes Designprojekt angewendet werden:

Tools für die Zusammenarbeit an Designs können Ihnen dabei helfen, alle diese neun Schritte abzudecken.

Diese Checkliste für Grafikdesign-Projekte kann auf fast jedes Designprojekt angewendet werden:

Definitionsphase

  • Schritt 1: Kreativbriefing erstellen
  • Schritt 2: Grafikdesign-Recherche
  • Schritt 3: Brainstorming / Moodboard erstellen

Erstellungsphase

  • Schritt 4: Grafikdesign-Skizzen
  • Schritt 5: Grafikdesign erstellen
  • Schritt 6: Feinschliff des Designs

Feedback-Phase

  • Schritt 7: Präsentation des Designs
  • Schritt 8: Kunden-Freigabeprozess

Auslieferungsphase

  • Schritt 9: Finale Übergabe des Grafikdesigns

FREE TEMPLATE

Get the FREE Graphic Design Process Checklist

Graphic Design Process Checklist

Die Prozessschritte für das Grafikdesign

1. Das kreative Briefing erstellen

Der erste Schritt im kreativen Designprozess ist das kreative Briefing. Es hilft dem Designer, mehr über die Bedürfnisse des Kunden zu erfahren. Dieser Schritt ist entscheidend, da der Designer so viele Informationen wie möglich über den Kunden, sein Unternehmen und seine Projekterwartungen sammeln muss.

Das kreative Briefing ist die Grundlage des Projekts und wird die folgenden Schritte maßgeblich beeinflussen. Wenn Sie mehr über die Entwicklung dieser Art von Briefing erfahren möchten, lesen Sie unseren Artikel: 10 Punkte, die jedes kreative Briefing enthalten muss.

Wie Sie es in der Vergangenheit gemacht haben:

Oft wird das Kreativbriefing per E-Mail oder Telefon besprochen. Dieser Ansatz hat zwei große Nachteile:

  • Der Grafikdesigner muss die Informationen nach dem Sammeln strukturieren.
  • Daten können verloren gehen.

Wie Sie es jetzt machen sollten:

Glücklicherweise gibt es Möglichkeiten, den Prozess des kreativen Briefings zu vereinfachen. Sie können Tools wie Jotform verwenden, mit denen Sie einfache Formulare erstellen können, um sie mit Ihrem Kunden zu teilen.

Mit diesem Formular können Sie alle benötigten  Informationen bei dem Kunden abfragen und die Daten mithilfe des Tools speichern. Wann immer Sie die Antworten einsehen wollen, können Sie sich einfach im Tool einloggen und die Eingaben nachlesen.

Kreatives Briefing

2. Grafikdesign-Recherche

Wenn Sie die richtigen Fragen stellen, bietet das kreative Briefing eine Menge wertvoller Informationen. Trotzdem gibt es immer Themen, die Sie nicht aufnehmen sollten (z. B. Designs von Mitbewerbern), da Sie diese selbst (unvoreingenommen) analysieren müssen.

Das Ziel des Recherche-Schrittes ist es, mehr über die Konkurrenten Ihres Kunden zu erfahren. Die Designs Ihrer Konkurrenten können eine gute Inspirationsquelle sein. Sie sollten sie nicht kopieren, sondern analysieren, was gut funktioniert, was eher nicht, und wie Sie Verbesserungen vornehmen können. Letztendlich wollen Sie anders sein, lernen Sie aber trotzdem die gemeinsamen Töne und Stile kennen.

Wie Sie es in der Vergangenheit gemacht haben:

Sie haben wahrscheinlich eine einfache Google-Suche verwendet, um die Konkurrenten zu recherchieren, was definitiv immer noch eine Option ist. Aber in den meisten Fällen sollten Sie alternative Ressourcen und so viele Daten wie möglich verwenden.

Wie Sie es jetzt machen sollten:

Der erste Schritt besteht darin, eine umfassende Liste von Mitbewerbern zu erstellen (falls Sie nicht im Kreativ-Briefing nach ihnen gefragt haben):

Grafikdesign-Recherche

Im nächsten Schritt analysieren Sie die Wettbewerber:

  • Besuchen Sie ihre Website und ihren Blog.
  • Überprüfen Sie ihre Designarbeit, indem Sie sich ihr Logodesign, ihr Website-Layout usw. ansehen.
  • Prüfen Sie ihre Erwähnungen in der Presse und Interviews.
  • Überprüfen Sie ihre Social-Media-Kanäle (wie Facebook, YouTube und LinkedIn).
  • Melden Sie sich für ihren Newsletter an und laden Sie ihre eBooks herunter.

3. Brainstorming und Moodboard erstellen

Sobald Sie Ihren Kunden und seine Konkurrenten gut kennen, ist es an der Zeit, Designideen zu generieren. Sie können einen Stift und Papier verwenden, um den Entwurf des Designs zu skizzieren.

Welche Emotionen und Gedanken wollen Sie mit dem Design auslösen? Was ist die Botschaft des Designs? Natürlich bedeutet Brainstorming, dass Ihnen eine Menge Ideen einfallen werden. Aber behalten Sie Ihren Hauptfokus im Auge, während Sie Entwürfe ausarbeiten.

Nachdem Sie einige Ideen gesammelt haben, können Sie ein Moodboard erstellen, um Ihre Ideen zu sammeln. Sie können auch unsere Moodboard-Vorlage verwenden, um Ihr erstes digitales Board zu kreieren.

Wie Sie es in der Vergangenheit gemacht haben:

Früher war es schwierig, zahlreiche Ideen zu generieren und zu priorisieren. Da Sie kreativ sind, kommen ihnen verschiedene Konzepte in den Sinn. Aber vielleicht fehlte Ihnen eine frische Perspektive.

Wie Sie es jetzt machen sollten:

Heutzutage sollten Sie Design-Plattformen wie Dribbble, Facebook-Gruppen wie Advanced Graphic Design, Slack-Communities wie Designer’s Talk oder auch Q&A-Portale wie Quora nutzen. Sie geben Ihnen Inspiration, validieren Ihre Ideen und helfen Ihnen, Prioritäten zu setzen. Sie können bestehende Designs analysieren, Fragen zu Vorlieben stellen oder einfach Ihre Designidee(n) vorstellen und auf Feedback warten. 

Moodboard Beispiel

4. Skizzieren des Grafikdesigns

Jetzt ist es an der Zeit, auf Ihren priorisierten Ideen aufzubauen und mit dem Skizzieren zu beginnen. Oft werden Sie in dieser Phase noch keinen Computer für Ihre Grafikdesign-Skizzen verwenden. Und Sie müssen definitiv nicht online skizzieren.

Wie Sie es in der Vergangenheit gemacht haben

Sie waren neugierig auf Ihre Ideen. Aber da wir uns im Jahr 2018 befinden, haben Sie sie direkt umgesetzt und digitalisiert.

Wie Sie es jetzt machen sollten:

Die Arbeit an einem Computer kann bedeuten, dass Sie vielen Ablenkungen ausgesetzt sind, z. B. durch neue Benachrichtigungen ihrer Kollegen in Slack oder Microsoft Teams. Schließen Sie am besten alle Anwendungen oder schalten sie diese auf stumm, um sich voll uns ganz auf ihr Design konzentrieren zu können.

Oder beginnen Sie direkt offline mit ihrer Arbeit. Das kann Ihnen helfen, sich besser zu konzentrieren und wirklich alle digitalen Ablenkungen von Ihrem Arbeitsplatz zu entfernen. Sie können einen großen Skizzenblock und Ihre Lieblingsstifte verwenden, wodurch Sie Ablenkungen minimieren und Ihre Produktivität und Konzentration optimieren können. Wenn Sie Ihre frühen Grafikdesign-Skizzen dennoch mit dem Kunden teilen möchten, verwenden Sie eine App wie Adobe Scan oder Tiny Scanner, um Ihre „Offline-Entwürfe“ zu digitalisieren.

Offline-Skizzieren

5. Das Grafikdesign erstellen

Nachdem Sie Ihre besten Grafikdesign-Skizzen mit Ihrem Kunden geteilt haben, wird er Ihnen ein erstes Feedback geben. Jetzt können Sie (endlich!) mit der Arbeit an den finalen Designs beginnen. In dieser Phase ist es wichtig, verschiedene Varianten des Designs zu entwerfen.

Auf diese Weise ermöglichen Sie es den Kunden, zwischen den vorhandenen Designs zu wählen. Um diese Entwürfe zu erstellen, werden Sie wahrscheinlich viele verschiedene grafische Ressourcen benötigen; Sie sollten nicht alles von Grund auf neu erstellen.

Wie Sie es in der Vergangenheit gemacht haben:

Sie haben auf Stock-Websites nach bestimmten Designelementen gesucht und diese einzeln bezahlt. Anschließend mussten Sie sicherstellen, dass der Autor genannt wurde. Das war ein mühsamer Prozess, und die Auswahl an Ressourcen war ziemlich begrenzt.

Wie Sie es jetzt machen sollten:

Heutzutage können Sie eine Plattform wie Freepik nutzen, die Ihnen kostenlos Zugang zu mehr als 500.000 Ressourcen bietet (und sogar zu mehr als 1 Mio., wenn Sie ein Premium-Nutzer werden).

Hier ist der große Vorteil: Sie brauchen nicht mehr für Ressourcen zu bezahlen. Sie können einfach die Elemente, die sie brauchen auswählen und für ihre Designs verwenden.

Kostenlose Grafik-Ressourcen auf Freepik

6. Der Feinschliff des Designs 

Seien wir ehrlich. Ihre Kunden werden immer eine Menge an Feedback und Änderungswünsche haben. Mit anderen Worten: Sie werden anfangen müssen, Ihre Designs zu verfeinern. Aber bevor Sie Ihrem Kunden die Entwürfe erneut präsentieren, können Sie andere Personen um sofortiges Feedback bitten.

Wie Sie es in der Vergangenheit gemacht haben:

Wahrscheinlich haben Sie Ihr Design Freunden und Familienmitgliedern gezeigt, um deren Design-Feedback zu erhalten. Ich würde Ihnen auf jeden Fall raten, diese Taktik weiterhin anzuwenden.

Sie müssen nur bedenken, dass diese Menschen (wahrscheinlich) keine Designer sind, also Ihre Arbeit aus einer ganz anderen Perspektive sehen. Dieser Unterschied kann gut sein, aber er könnte auch zu nutzlosem Feedback führen.

Wie Sie es jetzt machen sollten:

Hören Sie nicht auf, Ihre Verwandten und Freunde um Feedback zu bitten, aber präsentieren Sie Ihre Arbeit auch Designern. Ähnlich wie in der Brainstorming-Phase sollten Sie auf Plattformen wie Behance aktiv werden und Ihre Arbeit mit Profis teilen. Tauschen Sie sich darüber hinaus mit anderen Community-Mitgliedern aus.

Geben und nehmen Sie. Geben Sie anderen Feedback auf ihre Arbeit, und Sie werden Feedback bekommen.

Design definieren

7. Präsentation des Designs

Die Art und Weise, wie Sie Ihre Arbeit präsentieren, wirkt sich auf die Anzahl der Überarbeitungen und auf das damit verbundene Feedback aus. Natürlich hängt es auch von Ihren Kunden ab. Wenn Sie in der Lage sind, eine Geschichte über Ihre Entwürfe zu erzählen, wird Ihnen das helfen, Ihren Kunden zu beeinflussen und zu überzeugen.

Wie Sie es in der Vergangenheit gemacht haben:

Ihre eigene Arbeit zu präsentieren kann schwierig sein. Oft haben Sie eine neue Version Ihres Designs fertiggestellt und gerade eine E-Mail wie diese verschickt:

„Hallo Fred, ich habe die neueste Version angehängt. Bitte lass mich wissen, was du darüber denkst.“

Wenn Sie jedoch nur eine Farbe geändert haben, ist das vielleicht nicht genug Kontext – auch wenn Sie stundenlang daran gearbeitet haben.

Wie Sie es jetzt machen sollten:

Nehmen Sie sich die Zeit, Ihre Arbeit richtig zu präsentieren. Natürlich können Sie nicht jedes Mal eine einstündige Besprechung einplanen, wenn Sie etwas ändern. Aber planen Sie Besprechungen für Design-Meilensteine und wichtige Änderungen ein.

Nutzen Sie diese Meetings, um eine Geschichte über Ihr Design zu erzählen. Eine Geschichte? Ja, Sie haben richtig gelesen. Wenn die New York Public Library eine Geschichte über ihr neues Logo erzählen kann, können Sie das auch. 

Konzentrieren Sie sich darauf, den Prozess Ihres Designs zu präsentieren. Auf diese Weise wird Ihr Kunde Ihre Arbeit besser verstehen.

Hier ist der große Vorteil: Selbst wenn Ihr Kunde eine andere Meinung hat, wird Ihre Präsentation Ihre Perspektive erklären, was ihn oder sie von Ihrer Idee überzeugen könnte. 

8. Kunden-Freigabeprozess

In den meisten Fällen werden Sie eine Menge Änderungsanfragen und unstrukturiertes Feedback erhalten. Daher müssen Sie das Feedback sammeln, strukturieren und die erforderlichen Änderungen umsetzen, um einen Freigabeprozess zu etablieren. Leichter gesagt als getan.

Wie Sie es in der Vergangenheit gemacht haben:

Normalerweise werden Änderungen und Feedback per E-Mail abgewickelt, was oft zu Hunderten von Nachrichten führt. Wenn Sie keine gute Methode zur Strukturierung von neuem Feedback haben, sind Sie verloren.

Wie Sie es jetzt machen sollten:

Online-Proofing-Tools wie Filestage können Ihnen dabei helfen, Feedback strukturiert einzuholen und Ihre Überprüfungsrunden zu beschleunigen. Filestage bietet Ihnen eine zentrale Plattform, auf welcher Sie Ihre Design-Entwürfe hochladen und mit Ihre Kunden teilen können. Diese können dann direkt in der Datei Kommentare und Zeichnungen hinterlassen, um ihre Änderungswünsche mitzuteilen. Nachdem Sie die gewünschten Änderungen umgesetzt haben, können Sie die neue Version erneut mit dem Kunden teilen. Wenn dieser weitere Änderungsvorschläge hat, startet eine weitere Feedbackrunde, falls nicht, kann er das Design mit einem Klick freigeben. 

Kunden-Freigabeprozess

9. Finale Übergabe des Grafikdesigns

Herzlichen Glückwunsch! Sie haben das endgültige Design fertiggestellt und der Kunde ist zufrieden. Zeit, eine Rechnung zu verschicken.

So haben Sie es in der Vergangenheit gemacht:

Sie haben Ihre Word-Rechnungsvorlage geöffnet, die Zahlen angepasst und sie als neue Datei abgespeichert. Das ist definitiv eine Art es handzuhaben, doch sie können es sich noch einfacher machen, indem Sie einige zusätzliche, nützliche Funktionen für die Rechnungsstellung erhalten.

Wie Sie es jetzt machen sollten:

Stellen Sie sicher, dass Sie Ihr Geld frühestmöglich erhalten. Diese Sicherheit erfordert, dass Sie so schnell es geht, eine Rechnung erstellen. Vergessen Sie also Ihre Vorlagen. Verwenden Sie einfach ein Tool wie FreshBooks, QuickBooks oder Xero.

Dann können Sie Ihre Buchhaltung vereinfachen und Ihr Bankkonto anbinden. Auf diese Weise können Sie alle Ihre Transaktionen innerhalb der Software verwalten und verfolgen. Auf diese Weise können Sie auch die Transaktionen täglich oder wöchentlich abgleichen, um sicherzustellen, dass Ihre Projekte und Zahlungen übereinstimmen.

blank

Fazit

Natürlich wird nicht jeder Tipp in diesem Artikel zu Ihrer Situation passen. Aber selbst wenn Ihnen ein einziger Ratschlag hilft, war dieser Artikel die Mühe wert. Prozesse und Arbeitsabläufe sind sind nicht die beliebtesten Themen, aber ihre positiven Auswirkungen sind oft unverkennbar.

Haben Sie andere Verbesserungen in ihrem Workflow umgesetzt? Ich würde mich freuen, mehr darüber in den Kommentaren zu hören!