9 Wege, wie du asynchrone Kommunikation meisterst

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Asynchrone Kommunikation ist ein Gamechanger – besonders für Remote- und Hybrid-Teams in verschiedenen Zeitzonen. Wenn alle in ihrem eigenen Tempo kommunizieren können, haben sie nicht nur mehr Autonomie, sondern auch die Produktivität steigt.

Aber ohne Struktur wird’s schnell chaotisch. Damit die asynchrone Kommunikation reibungslos funktioniert, müssen alle Beteiligten einige Grundregeln beachten.

Deshalb haben wir hier neun praktische Tipps für dich, damit das Konzept der asynchronen Kommunikation nahtlos klappt – von der Nutzung der richtigen Tools bis zur besseren Teamkultur.

Was ist asynchrone Kommunikation?

Unter den Begriff asynchrone Kommunikation fällt jede Art von Kommunikation, bei der die Gesprächspartner nicht gleichzeitig verfügbar sein müssen. Dafür stehen verschiedene Medien zur Verfügung. Ein prima Beispiel für diese Kommunikationsform sind E-Mails. Du sendest eine E-Mail und gehst davon aus, dass du auf eine Antwort warten musst, statt sofort eine zu erhalten.

Und es gibt noch weitere Beispiele für asynchrone Kommunikation:

  • Instant Messaging – auch wenn es „Instant“ heißt, kannst du eine Nachricht senden und der Empfänger kann antworten, wenn er verfügbar ist.
  • Videoaufzeichnungen und Demos – du kannst Videobotschaften oder Demos aufnehmen und mit anderen teilen, damit diese sie anschauen können, wann es ihnen passt.
  • Projektmanagement-Software – mit Projektmanagement-Tools kannst du Aufgaben zuweisen, Kommentare hinterlassen und Projektstatus aktualisieren, ohne dass alle Kommunikationspartner zur selben Zeit online sein müssen.
  • Wikis und Intranets – du kannst Informationen online speichern und organisieren, damit deine Teammitglieder bei Bedarf jederzeit darauf zugreifen können.
  • Brieftaube – du weißt schon …

Neben der asynchronen gibt es auch die synchrone Kommunikation. Schauen wir uns einen Vergleich der beiden an.

Was unterscheidet die asynchrone und die synchrone Kommunikation?

Das Gegenteil von asynchroner Kommunikation ist die synchrone Kommunikation, die auch als Echtzeitkommunikation bezeichnet wird. Echtzeitkommunikation umfasst Dinge wie Telefonanrufe, Videomeetings und persönliche Treffen.

Synchrone Kommunikation ist vor allem dann sinnvoll, wenn eine direkte Antwort, eine spontane Reaktion oder eine schnelle Klärung nötig sind. 

Dies sind einige Beispiele für synchrone Kommunikation:

  • Karriere- und Feedbackgespräche
  • Onboarding neuer Mitarbeitenden
  • Interviews von Kandidaten für eine neue Stelle
  • dringende Kundenanfragen
  • wichtige Projekt-Updates
  • Krisensituationen jeglicher Art

Die meisten Teams setzen eine Kombination aus synchronen und asynchronen Kommunikationsmethoden ein. Dein Team könnte zum Beispiel die meiste Zeit asynchron kommunizieren, mit einigen Augenblicken der synchronen Kommunikation, wenn eine wichtige Deadline bevorsteht.

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6 Vorteile der asynchronen Kommunikation

Dies sind einige der wichtigsten Vorteile der asynchronen Kommunikation – für dich und dein Team.

1. Höhere Produktivität
Ständige Unterbrechungen sind echte Produktivitätskiller. Gerade hast du deinen Flow gefunden, da ploppt eine Nachricht auf, die sofort beantwortet werden will – und zack, bist du wieder raus. Bei asynchroner Kommunikation kannst du dich voll auf deine Arbeit konzentrieren, ohne gleich reagieren zu müssen. Das bringt dir mehr Fokus und bessere Ergebnisse.

2. Mehr Inklusivität
Asynchrone Kommunikation macht Teams inklusiver, weil sie unabhängig von Zeitzonen funktioniert. Niemand muss mitten in der Nacht aufstehen, um an einem Meeting teilzunehmen. Außerdem sorgt sie dafür, dass alle Mitarbeitenden die gleichen Chancen haben, sich einzubringen – ganz egal, ob sie vor Ort, im Homeoffice oder irgendwo anders auf der Welt arbeiten: Alle haben denselben Zugang zu Informationen.

3. Mehr Flexibilität
Du kannst in deinem eigenen Tempo auf Nachrichten und Aufgaben reagieren. Das gibt dir mehr Freiheit und du kannst dir den Tag so einteilen, wie es für dich am besten passt.

4. Weniger Druck
Diese Flexibilität nimmt den Druck raus und sorgt für ein entspannteres Arbeitsumfeld. Du musst nicht sofort antworten und kannst dir ohne schlechtes Gewissen mal eine Kaffeepause oder frische Luft gönnen – ohne befürchten zu müssen, gleich eine Nachricht zu verpassen.

5. Überlegtere Antworten
Du hast mehr Zeit, um über deine Antwort nachzudenken. Das führt oft zu durchdachteren, klareren und hilfreicheren Reaktionen – statt zu spontanen Schnellschüssen, die man später vielleicht bereut.

6. Bessere Dokumentation
Die meisten Tools für asynchrone Kommunikation speichern automatisch alles mit – Gespräche, Entscheidungen, Kommentare. So kannst du jederzeit nachschauen, was besprochen wurde. Ganz anders als bei einem kurzen Telefonat oder einem Meeting, bei dem oft wichtige Details untergehen.

6 Nachteile der asynchronen Kommunikation

Die Vorteile sind erheblich und zeigen die Bedeutung der asynchronen Kommunikation, aber sie bringt auch eine Reihe Herausforderungen mit sich:

  1. Verspätete Antworten – das Warten auf Antworten kann die Entscheidungsfindung und den Projektfortschritt verlangsamen.
  2. Fehlkommunikation – ohne Echtzeit-Klärung besteht die Gefahr, dass Nachrichten missverstanden werden.
  3. Isolation – Teammitglieder könnten sich von ihren Kolleg:innen abgeschottet oder isoliert fühlen, wenn es keinen Echtzeit-Austausch gibt.
  4. Überforderung – die Verwaltung mehrerer Kommunikationskanäle kann überwältigend sein und dazu führen, dass Nachrichten übersehen werden.
  5. Koordinationsprobleme – die Planung und Koordinierung von Aufgaben kann ohne synchrone Interaktionen schwierig sein.
  6. Fehlendes sofortiges Feedback – ein sofortiges Feedback ist nicht immer möglich, was Projekte verzögern kann.

Aber keine Angst – mit den richtigen Strategien lassen sich diese Herausforderungen ganz einfach meistern.

9 Best Practices, wie du die asynchrone Kommunikation meisterst

Nachfolgend haben wir einige wichtige Tipps für dich zusammengestellt, damit du die asynchrone Kommunikation vom ersten Tag an beherrschst!

1. Bestimme Grundregeln: Welche Tools sollen für die verschiedenen Arten der Kommunikation verwendet werden?

Wenn es um asynchrone Kommunikation geht, sind die richtigen Tools unerlässlich. Im Angesicht der heutigen Technik gibt es eine Fülle an Tools, und sie können jeden Anwendungszweck abdecken. Daher ist es neben den Tools mindestens ebenso wichtig, auch zu klären, welche von ihnen in den verschiedenen Phasen oder Szenarien zum Einsatz kommen sollen.

Tust du das nicht, hast du vielleicht ein Trello-Board zur Aufgabenverfolgung, aber jemand sendet ein Update per E-Mail. Oder du hast ein Dokument mit Kommentaren von verschiedenen Teammitgliedern, aber jemand teilt eine neue Idee in Slack. Und am Ende musst du alles zusammenstückeln – Kommentare und Updates von hier, dort und überall kopieren und woanders wieder einfügen.

Wenn du klare Grundregeln dafür festlegst, welche asynchronen Kommunikationsmittel in den verschiedenen Szenarien verwendet werden sollen, kannst du genau das verhindern.

Hier ist ein Beispiel, wie das in der Praxis aussehen könnte:

  • Asana – zum Zuweisen oder Teilen von Updates zu bestimmten Aufgaben
  • Slack – für Diskussionen und Updates, die sich nicht auf bestimmte Aufgaben beziehen
  • Loom – zum Präsentieren von Arbeitsergebnissen oder Teilen von Anleitungsvideos, die wiederholt angeschaut werden können
  • FigJam – für asynchrone Workshops und Brainstorming-Sessions
  • Filestage – für kollaborative Reviews von Dokumenten und Designs

Wenn du von Anfang an solche klaren Richtlinien festlegst, stellst du sicher, dass alle denselben Informationsstand haben und die Kommunikation reibungslos läuft. Keine Verwirrung. Keine Frustration.nd Sie optimieren die Kommunikation. Keine Verwirrung. Keine Frustration.

2. Lege eine Faustregel für Reaktionszeiten fest

Ein großer Vorteil bei der asynchronen Kommunikation ist die Flexibilität, zu antworten, wann es dir passt. Aber es ist entscheidend, Erwartungen zu managen. Ohne klare Antwortzeiten bleiben alle im Unklaren und wissen nicht, wann sie mit einer Reaktion rechnen können.

So könnte es passieren, dass du eine Anfrage per E-Mail schickst und tagelang auf eine Antwort wartest – oder eine Nachricht in Slack postest und dich fragst, ob sie untergegangen ist. Diese Ungewissheit kann Projekte verzögern und Frustrationen im Team verursachen – und das will wirklich niemand.

Wenn du eine Faustregel für Reaktionszeiten einführst, kannst du die Erwartungen besser steuern. Lege fest, wie schnell Teammitglieder auf verschiedenen Plattformen antworten sollen – dann weiß jeder, woran er ist. So vermeidest du unnötigen Stress, Hektik und Verzögerungen.

3. Nutze ein Projektmanagement-Tool, um auf Kurs zu bleiben

Projektmanagement-Tools wie Trello, Asana oder Monday.com sind echte Gamechanger für die asynchrone Kommunikation. Sie helfen dir, mehrere Projekte gleichzeitig im Blick zu behalten, und dienen als zentraler Ort, an dem alle – egal ob im Büro oder remote – den Fortschritt verfolgen, Aufgaben aktualisieren und zusammenarbeiten können.

Wenn alle Informationen an einem Ort zu finden sind – vom Aufgabenstatus bis zu den Abgabeterminen – ist der Kontext klar und dein Team bleibt auf dem gleichen Informationsstand. Dadurch gibt es weniger Rückfragen in Echtzeit. Viele Tools haben auch integrierte Kommunikationsfunktionen, damit alles transparent und nachvollziehbar bleibt.

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Bildquelle: Trello

4. Halte deine schriftliche Kommunikation klar, prägnant und positiv

Es ist verlockend, sich mit Abkürzungen oder Kurzschrift die Kommunikation zu erleichtern – vor allem, wenn du viel schreibst. Aber denk dran: Du bist nicht immer da, um Unklarheiten direkt zu beseitigen. Versuch also, dich so klar wie möglich auszudrücken, damit alle sofort verstehen, was du meinst.

Mache es dir zur Regel, auf Fachjargon oder zu technische Begriffe zu verzichten, wenn sie nicht unbedingt nötig sind.

Und vergiss nicht: Geschriebenes wird oft anders interpretiert als Gesprochenes. Achte also darauf, dass dein Ton freundlich bleibt – das macht einen großen Unterschied.

5. Stelle sicher, dass alle Zugang zu den benötigten Tools haben

Wenn dein Team remote und nach unterschiedlichen Zeitplänen arbeitet, ist es besonders wichtig, dass alle auf die Tools zugreifen können, die sie brauchen. Wenn sie erst noch Zugriff beantragen und auf die Freigabe warten müssen, geht schnell ein ganzer Tag verloren.

Richte also den Zugang zu Tools und Plattformen im Voraus ein. Stelle sicher, dass alle Teammitglieder von Anfang an die nötigen Berechtigungen haben, um unabhängig und effizient arbeiten zu können.

Das gilt auch für Dateien und Dokumente. Prüfe die Freigabeeinstellungen, damit jeder auf alles Wichtige zugreifen kann – von Projektdokumenten bis zu Design-Dateien.

6. Schaffe einen Ressourcen-Hub, wo Teammitglieder Antworten auf ihre Fragen finden

Kennst du das? Du hängst an einer einfachen Frage fest, aber die einzige Person, die sie beantworten kann, ist im Urlaub. In einer asynchronen Arbeitswelt, in der nicht alle zur selben Zeit online sind, kann das schnell zum Alltag werden. Vielleicht wartest du dann Stunden – oder sogar Tage – auf eine Antwort.

Die Lösung? Ein zentraler Ressourcen-Hub mit einer Wissensplattform wie Notion oder Google Sites. Dort kann jeder eigenständig nach Infos suchen – wie bei Google, nur für dein Team. Stell dir das wie ein digitales Handbuch für euer Unternehmen vor.

Dein Hub kann zum Beispiel Antworten auf folgende Fragen enthalten:

  • Wie löse ich häufig auftretende IT-Probleme?
  • Wie reiche ich eine Rechnung ein?
  • Wo finde ich das Markenlogo und die Schriftarten?
  • Wie sieht die Regelung für Freizeitausgleich aus?
  • Wie beantrage ich eine neue Software?
  • Welche Benefits bietet mir das Unternehmen?
  • Wer ist Ansprechpartner:in für was?
Notion Wiki
Bildquelle: Notion

7. Ermutige zu regelmäßigen Updates und Check-ins

So schön die Flexibilität in der asynchronen Arbeitswelt auch ist – manchmal fühlt man sich ein wenig wie auf einer einsamen Insel. Ohne direkten Kontakt und Austausch kann schnell das Gefühl entstehen, Nachrichten ins Nichts zu schicken. Hallo … ist da jemand?

Dieses Gefühl von Isolation kann sich negativ auf die Motivation auswirken.

Auch wenn es remote kaum die Möglichkeit zu gemeinsamen Teambuilding-Aktivitäten gibt: Sorge dafür, dass sich dein Team verbunden fühlt, indem du zu regelmäßigen Updates und kleinen Check-ins ermutigst. Zum Beispiel über einen Slack-Kanal, in dem alle täglich oder wöchentlich ihren Fortschritt, Herausforderungen und Pläne teilen.

So entsteht ein Gefühl von Zusammenhalt, Motivation – und alle behalten das große Ganze im Blick.

8. Feiere Erfolge öffentlich

Wenn deine Arbeit oder deine Beiträge nicht gesehen oder gewürdigt werden, kann das ganz schön frustrierend sein. Im Büro geschieht Anerkennung oft automatisch – ein Lob im Meeting oder ein „gute Arbeit“ auf dem Flur. Im Remote-Alltag geht das schnell verloren. Deshalb musst du dir bewusst Zeit nehmen, Erfolge zu feiern.

Dies sind einige einfache Möglichkeiten:

  • Erwähne Teammitglieder in Slack und lobe ihre Arbeit.
  • Hebe Erfolge in einer wöchentlichen E-Mail hervor.
  • Nenne besondere Leistungen in euren monatlichen Meetings.
  • Und ermutige dein Team, auch selbst Erfolge zu teilen!

Das steigert die Moral und stärkt eure Teamkultur – auch auf Distanz.

9. Schaffe einen effektiven Review- und Freigabe-Workflow

Last but not least: das Thema Reviews und Freigaben, gerade bei asynchroner Arbeit.

Inhalte freigeben kann schon im Büro nerven. Aber wenn du remote arbeitest, wird’s oft richtig mühsam: endlose Feedback-Schleifen, widersprüchliche Kommentare, verpasste Deadlines … Uff.

Hier kommt Filestage ins Spiel.

Filestage ist eine Review- und Freigabe-Plattform, die den gesamten Prozess vereinfacht. Vom ersten Entwurf bis zur finalen Freigabe läuft alles schneller, strukturierter – und stressfreier.

Alle Reviews in einem Dashboard

Du kannst beliebig viele Personen einladen, Feedback geben lassen und alle Kommentare zentral verwalten. Konflikte? Lassen sich direkt klären. Und deine Inhalte (die in Form aller gängigen Medien sein können) sind im Handumdrehen freigegeben.

So einfach funktioniert’s mit Filestage:

  1. Erstelle einen kostenlosen Account.
  2. Lade deine Dateien hoch und setze eine Frist.
  3. Lade Reviewer ein oder teile einen Link (die Reviewer müssen nicht einmal ein Konto erstellen).
  4. Sammle Kommentare und diskutiert eure Ideen – ganz flexibel.
  5. Lade neue Versionen hoch und markiere sie als freigegeben, sobald sie fertig sind.

Fazit

Ich hoffe, es hat dir Freude bereitet, in diesem Artikel etwas mehr darüber zu erfahren, was asynchrone Kommunikation ist und wie du sie in deinem Team einsetzen kannst. Bei richtiger Anwendung kann asynchrone Kommunikation unglaublich lohnenswert sein, weil sie den Menschen in deinem Team Flexibilität und Autonomie schenkt und letztendlich zu einer höheren Produktivität, mehr Effizienz und einer besseren Arbeitsqualität führt.

Wenn du dich selbst davon überzeugen möchtest, wie Filestage dir bei Reviews und Freigaben helfen kann, kannst du hier eine kostenlose Testphase starten.