So erstellen Sie ein überzeugendes Moodboard

Haben Sie schon einmal gedacht, dass Sie gerade die beste Idee der Welt hatten? Alles ergibt Sinn – in Ihrem Kopf. Begeistert stellen Sie die Idee Ihren Mitarbeitern vor. Aber die verstehen Sie nicht. Ihre Kollegen können es sich einfach nicht vorstellen.

Dafür gibt es mehrere mögliche Gründe. Vielleicht ist Ihre Idee doch nicht so genial und vielsprechend. Das ist gut möglich. Genau so gut kann es jedoch sein, dass Sie Ihren Einfall schlichtweg schlecht präsentiert haben. Die Lösung für Ihr Problem könnte in diesem Fall ein Moodboard sein. Ein Moodboard gibt Ihrer Idee eine visuelle Grundlage. Es beschreibt Ihre Vision und Ihre Gefühle, die mit der Idee zusammenhängen. Es ist außerdem ein perfekter Ausgangspunkt, um etwas Großartiges zu schaffen.

Was ist ein Moodboard?

Ein Moodboard ist eine Sammlung von Bildern, Grafiken, Farben, Materialien, Worten und Emotionen. Es soll einen Einblick in Ihre Denkweise und Ihre kreativen Gedanken geben. Wollen Sie ein Moodboard erstellen, gibt es zwar keine festen Regeln, aber immer noch einen Unterschied zwischen richtig und falsch. Nachdem Sie diesen Artikel gelesen haben, werden Sie wissen, wie Sie ein überzeugendes Moodboard erstellen können.

Wer kann Moodboards verwenden?

Moodboards sind nicht nur für Designer gedacht. Sie sind in jedem Kontext nützlich. In den folgenden Bereichen können Moodboards verwendet werden:

  • Im Film- und Videogeschäft, um sich Filmsets besser vorstellen zu können.
  • In Marketing und Werbung, um Werbekampagnen visuell zu definieren.
  • Im Grafikdesign, um Ihre stilistische Richtung und Ihre Vorstellung des Enddesigns zu demonstrieren.
  • Im Webdesign, um Ihre Entwürfe zu konkretisieren und zu visualisieren.
  • In der Fotografie, um Mashups zu erstellen.

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Was ist der Zweck eines Moodboards?

Kreativen Menschen fällt es oft schwer zu verstehen, warum das Erstellen von Moodboards für den Designprozess so wichtig ist. Sie sorgen sich vor allem um die Zeit, die sie für ein Moodboard-Design aufbringen müssen. Das Hauptziel ist jedoch, eine Atmosphäre oder ein Gefühl zu erzeugen, mit dem Sie Ihrem Kunden oder Ihrem Team eine Vorstellung davon geben, was Sie tun möchten. Und wenn Sie hierbei einen guten Job machen, sparen Sie letztendlich sogar Zeit ein, da Sie eine gemeinsame Grundlage für das Projekt schaffen. Es gibt keine Regeln, an die sie sich halten müssen. Sie müssen lediglich Ihren Geist frei machen und etwas schaffen, das sowohl schön als auch nützlich ist. Ihrer Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Ihr Moodboard sollte dann als Grundlage für die weitere Arbeit dienen.

Kreativität fördern

Als Kreativprofi sind Sie immer auf der Jagd nach Inspirationen oder den neuesten Trends. Es geht darum, Ihre Kreativität zu fördern. Ein Moodboard Design kann auch einen Kreativitätsschub bewirken. Wenn Sie sich durch unzählige Bilder, Videos und Ideen von anderen Menschen arbeiten, können Sie sich sicherlich inspirieren lassen.

Kreative Anleitung geben

Nehmen Sie Ihren Kunden an die Hand. In den meisten Fällen sind Ihre Kunden nicht so kreativ wie Sie und Ihr kreatives Verständnis ist stärker ausgeprägt als das Ihrer Kunden. Seien Sie sich dessen bewusst. Überlasten Sie Ihren Kunden nicht. Machen Sie es ihm oder ihr leicht, Ihren Gedanken und Ihrer Fantasie zu folgen.

Entwickeln Sie ein Gefühl für die Erwartungen Ihrer Kunden

Je mehr Sie Ihren Kunden in den Arbeitsprozess einbeziehen, desto weniger Fehler werden gemacht, richtig? Falsch! Es ist wichtig, Ihren Kunden einzubeziehen, aber ihm oder ihr nicht zu viel Verantwortung zuzugestehen. Menschen, die nicht in der Kreativbranche tätig sind, fordern oft sehr viele (oftmals nicht unbedingt notwendige) Änderungen an, was oft sehr unpraktisch und ineffektiv sein kann. Hören Sie also so viel wie möglich zu, aber machen Sie die Arbeit selbst!

So erstellen Sie ein Moodboard

SCHRITT 1

Zuerst sollten Sie über die Werte des Unternehmens oder des Kunden, für den Sie arbeiten, nachdenken. Große Unternehmen haben oft Stilrichtlinien, die alle Werte oder Design-Guidelines enthalten, die Sie kennen sollten. Falls Ihr Kunde über keine solchen Richtlinien verfügt, gibt es keinen Grund zur Sorge. Durch Nachforschungen und Gespräche mit Ihrem Kunden sollten Sie schnell ein paar Ideen sammeln können.

Strukturiert arbeiten

Wenn es keine konkrete Richtung für Ihr Moodboard gibt, könnte es sein, dass Ihr Kunde einfach nicht versteht, was Sie sagen oder ausdrücken wollen. Aus diesem Grund ist es notwendig, klar und strukturiert zu arbeiten. Sammeln Sie beispielsweise nur zufällig ausgewählte Bilder aus dem Internet, wird Ihr Moodboard verwirrend und nutzlos.

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SCHRITT 2

Nun haben Sie einen Überblick über die Erwartungen Ihrer Kunden. In diesem Schritt müssen Sie die Anzahl Ihrer Ideen und Untersuchungsergebnisse auf einige wenige ausdrucksstarke und kraftvolle Worte oder kurze Sätze reduzieren. Wählen Sie die Worte so, als würden Sie damit bereits das Endprodukt beschreiben. Vermeiden Sie vage Ausdrücke wie „fantastisch“, „dauerhaft“ oder „qualitätsbewusst“. Jeder nutzt sie. Schaffen Sie deshalb lieber etwas Neues.

SCHRITT 3

Schritt 3 ist Schritt 1 sehr ähnlich, nur dass Wörter durch Bilder ersetzt werden. Hierfür ist es wichtig, wieder etwas Zeit für eine ausführliche Recherche zu investieren. Ich kann Ihnen versprechen: Am Ende wird es sich lohnen! Sammeln Sie so viele (passende) Bilder, wie Sie können. Wenn Sie Ihren Kunden in Ihren Workflow einbeziehen möchten, kann er oder sie ebenfalls nach einigen Bildern suchen. Das verringert das Risiko, dass Sie aneinander vorbeireden.

Sie müssen sich keine Sorgen über die Bildrechte machen, denn Moodboards sind normalerweise nur für den privaten Gebrauch bestimmt.

NUTZEN SIE DIE MACHT DER BILDER

Das Internet ist voller inspirierender Bilder, Videos und Designs. Es ist in Ordnung, sich von den Ideen anderer Leute inspirieren zu lassen und sie als Grundlage für Ihre weitere Arbeit zu verwenden. Dies ist natürlich keine Ermutigung, die Ideen Anderer zu stehlen! Aber Kreativität wird in der Regel durch frischen Input inspiriert.

Wenn es keine geeigneten Bilder im Internet gibt, verwenden Sie Ihre eigenen Inhalte. Machen Sie von Allem Fotos. Von interessanten, inspirierenden oder sogar seltsamen Dingen. Sammeln Sie so viele Bilder wie möglich. Alles kann eines Tages nützlich sein.

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SCHRITT 4

Jetzt kommt alles zusammen. Wählen Sie die am besten geeigneten Bilder aus und ordnen Sie diese an. Ziel ist es, ein präzises, aussagekräftiges Moodboard zu erstellen, das es ermöglicht, Ihre Pläne zu veranschaulichen. Dies ist der schwierigste Teil und es erfordert Erfahrung, um gut darin zu werden. Obwohl es nur um das Sammeln von Bildern geht, bewegen Sie sich hier in einem Spektrum, das von richtig bis falsch reicht. Wenn Sie Menschen kennen, die sich mit Moodboard-Design auskennen, nutzen Sie die Chance und fragen Sie sie um Rat. Vielleicht lassen diese Sie auch einen Blick auf ihre Moodboard-Vorlagen legen. Falls Sie diese Möglichkeit nicht haben, sollten Sie unbedingt online nach Moodboard-Beispielen suchen.

DETAILLIERTES ARBEITEN

Um die Erwartungen Ihrer Kunden zu erfüllen, sollten Sie in der Anfangsphase sehr detailliert arbeiten. Es wäre ein großer Fehler anzunehmen, dass Ihr Kunde sofort all Ihre Gedanken versteht. Dies gilt vor allem, wenn ein persönliches Treffen nicht möglich ist. Stellen Sie sicher, dass Ihr Kunde eine klare Vorstellung von Ihrer Idee bekommt.

SCHRITT 5

Der letzte Schritt. Jetzt geht es darum, das eigentliche Moodboard zu erstellen. Wenn Untersuchung und Planung gut verlaufen sind, sollte dies der einfachste Teil sein. Ob Sie es digital oder analog machen, spielt dabei keine Rolle. Schauen Sie sich verschiedene Größen, Anordnungen und Schriftarten an. All dies sollte mit den von Ihnen zuvor definierten Werten übereinstimmen.

VERWENDEN SIE DIE BESTEN PROGRAMME

Wenn Sie ein Moodboard erstellen, gibt es hierfür kein perfektes Tool. Es spielt keine Rolle, ob Sie Photoshop, Word, Powerpoint, Evernote oder Pinterest verwenden. Das Wichtigste ist, dass das Programm Ihre Kreativität unterstützt. Verwenden Sie etwas, das es Ihnen erlaubt, Bilder und Text einzufügen und zu verschieben. Verwenden Sie das Programm, mit dem Sie sich am wohlsten fühlen. Ich bevorzuge Powerpoint, aber das ist nur eine persönliche Vorliebe.

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Schlussfolgerung und Zusammenfassung

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Moodboards eine gute Möglichkeit sind, Ihre Ideen zu visualisieren und Ihre Vorstellungen sichtbar zu machen. Genau das zahlt sich am Ende aus, weil Ihre Kunden in den frühen Phasen des Projekts einbezogen werden und Sie so das Risiko verringern, dass Ihre Arbeit nicht den Erwartungen Ihres Kunden entspricht.

Die ultimative Checkliste für das Erstellen von großartigen Moodboards

  • Investieren Sie Zeit in Nachforschungen und Recherchen. Es wird sich definitiv auszahlen.
  • Lassen Sie sich von den Ideen anderer Menschen inspirieren.
  • Hören Sie auf die Wünsche Ihrer Kunden, aber geben Sie nicht zu viel Verantwortung und Macht ab.
  • Arbeiten Sie anhand eines strukturierten Plans.
  • Unterschätzen Sie nicht die Kraft der Bilder.
  • Arbeiten Sie detailliert.
  • Verwenden Sie das für Sie am besten geeignete Bearbeitungsprogramm.
  • Es gibt keine Regeln. Haben Sie Spaß daran!

Welche Erfahrungen haben Sie mit Moodboards gemacht? Haben Sie eine bewährte Methode? Wir würden uns freuen, mehr darüber in den Kommentaren zu erfahren.